
Haftbefehl & oddworld - syndrom stockholm
Freitag, 16 Januar 2026
16:20
Uhr
Autor: Stefan
Haftbefehl ist zurück – und zwar nicht leise. Gemeinsam mit dem Produktionskollektiv Oddworld meldet sich einer der einflussreichsten Rapper Deutschlands mit SYNDROM STOCKHOLM zurück und setzt ein klares Zeichen: Wer dachte, Haft habe sich zurückgelehnt, hat sich geirrt. Der Track ist ein Sturm aus Energie, Direktheit und klanglicher Wucht. Oddworld liefern ein Soundgerüst, das nicht nur mit massiven Drums arbeitet, sondern auch orientalische und keltisch-skandinavische Elemente einfließen lässt. Diese ungewöhnliche Mischung sorgt dafür, dass sich der Song nicht einfach nur hören, sondern körperlich spüren lässt.
Inhaltlich zeigt sich Haftbefehl in Höchstform – roh, ehrlich, wütend. Doch SYNDROM STOCKHOLM ist mehr als bloße Straßenpoesie. Hier spricht kein einfacher Chronist des Ghettos, sondern ein Künstler, der gesellschaftliche Missstände seziert. Haftbefehl wirft einen Blick in die dunklen Ecken des sozialen Miteinanders: auf verdrängte Ängste, auf Ungerechtigkeiten, die stillschweigend wachsen, und auf Menschen, die im Lärm untergehen. Dabei gelingt ihm der Spagat zwischen Härte und Nachdenklichkeit – ein Mix, der ihn seit jeher auszeichnet, hier aber in besonders kompromissloser Form auftritt.
SYNDROM STOCKHOLM wirkt wie ein Reset-Knopf. Haftbefehl klingt hungrig, fast so, als würde er sich selbst neu erfinden – ohne dabei seine unverkennbare DNA zu verlieren. Oddworld haben ihm dafür ein Soundbett gebaut, das nicht nur modern, sondern fast bedrohlich wirkt – und genau das braucht es, um die Dringlichkeit der Botschaft zu transportieren. Der Track ist keine leichte Kost, sondern ein Statement. Kein Comeback mit Schulterklopfen, sondern ein Warnschuss. Und vielleicht genau das, was der Deutschrap 2026 gebraucht hat.
Tream & treamiboii - Knutschfleck
Freitag, 16 Januar 2026
16:18
Uhr
Autor: Stefan
Tream meldet sich mit seiner zweiten Solo-Single „KNUTSCHFLECK“ zurück – und der Name ist Programm: verspielt, frech und verdammt eingängig. Der energiegeladene Dance/Pop-Track setzt da an, wo der Aprés-Ski-Hammer mit GZUZ aufgehört hat – nur noch tanzbarer, noch eingängiger und mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern. „KNUTSCHFLECK“ ist ein echter Ohrwurm, der sich perfekt zwischen Party-Playlist, Festivalbühne und Insta-Reel einfügt.
Während „APRES SKI“ bereits über 10 Millionen Streams und 9 Millionen YouTube-Views verzeichnet, setzt Tream mit „KNUTSCHFLECK“ auf Solo-Energie – und trifft erneut den Nerv seiner Community. Die Verbindung aus Humor, Pop-Appeal und Club-tauglichem Beat macht den Song zum perfekten Soundtrack für durchtanzte Nächte und wilde Sommerflirts. Unaufgeregt, aber hochproduziert, zeigt Tream, dass er die Balance zwischen Spaß und Streaming-Power längst gemeistert hat.
Nach seiner beeindruckenden Arena-Tour 2025 mit 140.000 verkauften Tickets stehen für 2026 die nächsten Bühnen bereit: Open-Air-Shows im Sommer, bei denen Hits wie „KNUTSCHFLECK“ garantiert live durch die Decke gehen. Tream bleibt der Meister der modernen Partymusik – mit Gefühl für Zeitgeist, Hooks und das, was seine Fans hören wollen: Feiern ohne Filter.
A$AP Rocky - Don't Be Dumb
Freitag, 16 Januar 2026
16:16
Uhr
Autor: Stefan
Wenn A$AP Rocky ein neues Album ankündigt, horcht nicht nur die Musikwelt auf – auch Mode, Film und Popkultur schauen genauer hin. Am 16. Januar erscheint "DON’T BE DUMB", das vierte Studioalbum des kreativen Multitalents. Und weil Rocky nicht gern halbe Sachen macht, hat er sich für das Cover niemand Geringeren als Tim Burton an Bord geholt. Ja, den Tim Burton. Der Regisseur mit der Fledermaus im Herzen und dem Hang zur düster-schönen Bildsprache hat gemeinsam mit Rocky dessen Alter Egos illustriert – heraus kam ein Artwork, das irgendwo zwischen Fantasie, Vaterrolle und Fashion-Statement liegt. Burton über die Zusammenarbeit: „Er wollte, dass es wieder cool ist, Vater zu sein. Das fand ich schön – auch wenn ich das selbst nie geschafft hab.“ Touché, Tim.
2025 war ohnehin ein echtes Hochglanzjahr für Rakim Mayers, wie Rocky bürgerlich heißt. Co-Chair der Met Gala, Chanel-Botschafter, Ray-Ban-Kreativdirektor – er ist inzwischen ebenso zu Hause auf Laufstegen wie auf Festivalbühnen. Bei Lollapalooza und Camp Flog Gnaw gab’s erste musikalische Appetizer auf das neue Album – und die klangen schon mal nach düsteren Bässen, innovativen Beats und einer Portion Selbstreflexion. Ob „Same Problems?“, eine Hommage an verstorbene Künstler, oder „RIOT“, produziert von Pharrell – Rocky hat sich inhaltlich wie klanglich weiterentwickelt. Und wer seine letzten Features mit J. Cole oder seine Rolle in Spike Lees Highest 2 Lowest gesehen hat, merkt schnell: Der Mann hat noch lange nicht fertig.
Was Rocky heute auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Musik, Mode, Film und Business nicht nur zu verbinden, sondern sie neu zu denken. Seine Agentur AWGE ist kreatives Epizentrum und Karrieresprungbrett zugleich. Ob Paris Fashion Week oder Soundtrack-Komposition – Rocky agiert mittlerweile auf einem Level, das kaum ein anderer Rapper je betreten hat. Und wenn DON’T BE DUMB hält, was der Titel verspricht, könnten wir Anfang 2026 über ein weiteres Kapitel in der Karriere eines Mannes sprechen, der längst mehr als nur ein Künstler ist: A$AP Rocky ist eine Marke mit Haltung.
Ice Cube - Man Up
Freitag, 26 Dezember 2025
21:04
Uhr
Autor: Stefan
Es gibt Künstler, die altern leise. Und dann gibt es Ice Cube. Mit seinem neuen Studioalbum „Man Down“ zeigt die Westcoast-Legende, dass er auch 2025 nichts von seiner Schärfe, Wucht und Relevanz eingebüßt hat. Statt sich auf Lorbeeren aus N.W.A.-Tagen oder Klassikern wie „It Was a Good Day“ auszuruhen, feuert Ice Cube erneut aus allen lyrischen Rohren – direkt, roh, unbequem. „Man Down“ ist keine Nostalgie-Revue, sondern ein pulsierender Reality-Check im Rap-Gewand. Der Sound? Hart, düster, kompromisslos. Die Botschaft? Klar: Wer weghört, hat schon verloren.
Was Cube hier abliefert, ist weit mehr als ein musikalisches Comeback. „Man Down“ ist ein Statement – über soziale Ungleichheit, politische Missstände und persönliche Wahrheiten. Die Beats drücken, die Hooks bleiben im Kopf, aber es sind vor allem die Texte, die wirken. Ice Cube rechnet ab, beobachtet, analysiert – und bleibt dabei so relevant wie in seinen besten Tagen. Die Produktion ist auf den Punkt, der Flow gewohnt lässig-aggressiv. Und während viele seiner Zeitgenossen mittlerweile milde geworden sind, zeigt Cube, dass Wut und Haltung keine Altersfrage sind. Ganz im Gegenteil: Erfahrung schärft die Zeilen.
Wer dachte, Ice Cube würde sich ins filmische Ruhestandslicht zurückziehen, bekommt hier die eindeutige Antwort: Man up! „Man Down“ ist ein musikalischer Schlag in die Magengrube des Zeitgeists – unbequem, ungeschönt, notwendig. Ice Cube bleibt eine Instanz, die den Finger in die Wunde legt, ohne belehrend zu sein. Stattdessen gibt’s pointierte Punchlines, politische Präzision und genau die Energie, die im Rap heute oft fehlt. Ein Album, das zeigt, dass Legenden nicht verblassen – sie verdichten sich. Und Ice Cube? Der steht noch immer ganz vorne. Laut, klar, Cube.
ZAH1DE - Pretty Privilege
Freitag, 19 Dezember 2025
19:35
Uhr
Autor: Stefan
ZAH1DE, 15, Kreuzbergerin mit Tanz-Vergangenheit und TikTok-Vergangenheit, bringt mit "Pretty Privilege" ein Album raus, das sich wie ein Manifest anfühlt – gegen Klischees, gegen Neid, gegen falsche Annahmen. Der Titel klingt nach Glitzerfilter, meint aber das Gegenteil: Es geht nicht um Aussehen, sondern um Arbeit. Und die steckt in jedem einzelnen Tracks. ZAH1DE hat den Hustle von der Straße mit ins Studio genommen, mischt 2000er-Rap und R&B mit heutiger Energie – ihre Stimme klar, ihre Haltung noch klarer: Wer glaubt, sie sei nur ein Social-Media-Produkt, sollte Labubu Freestyle hören. Oder Kreuzberg Money. Oder einfach das ganze Album.
Musikalisch fährt sie einen Mix, der nicht festgelegt sein will: Mona Lisa Motion flirtet mit Baile-Funk, Kotti d’Azur schiebt Berlin mit Humor Richtung Côte d’Azur, FYP bounct Crunk-like durch die Hauptstadt. Immer wieder flackern Referenzen auf: Haftbefehl, Lunatix, Kreuzberg 36. Und obwohl ZAH1DE nicht auf die Tränendrüse drückt, gibt es mit Type Girl einen Moment zum Durchatmen – verletzlich, aber nicht weich. Es geht um Stärke, nicht um Drama. Der rote Faden ist nicht Sound, sondern Selbstbewusstsein.
ZAH1DE liefert kein Debüt mit vorsichtigen ersten Schritten, sondern ein Statement mit Kick. Ihre Herkunft aus dem Berliner Underground, die Nähe zur Szene, ihre Präsenz auf TikTok – all das wird hier nicht zur Show, sondern zur Grundlage. "Pretty Privilege" ist ein Album, das laut ist, weil es was zu sagen hat. ZAH1DE lässt keinen Zweifel: Sie macht das hier nicht wegen Likes, sondern weil sie’s kann. Und weil sie’s will. Wer dachte, sie sei schon oben angekommen, wird sich bald wundern. Das hier ist kein Höhepunkt – das ist der Anfang.
$OHO BANI & Ericson - Song 10
Freitag, 19 Dezember 2025
19:32
Uhr
Autor: Stefan
Beim Berliner Rapper Soho Bani präsentiert sich nicht ganz so besinnlich – dafür aber auffallend silbern. Statt Glöckchen und Lametta gibt’s bei ihm reflektierende Gesichter, schimmernde Outfits und jede Menge Gefühl. Heute ist sein neuer Track „Song 10“ erschienen, produziert wie immer in enger Zusammenarbeit mit seinem bewährten Beat-Master Ericson. Ein Duo, das weiß, wie man Herzschmerz in Klang verwandelt – ohne Kitsch, aber mit Stil.
Im passenden Musikvideo (Link unten) glänzt Soho nicht nur im übertragenen Sinne: Ganz in Silber geschminkt und gekleidet, wirkt er wie eine wandelnde Statue – kalt, schön, distanziert. Und genau das passt zur Stimmung des Songs: Es geht um eine zerbrochene Beziehung, um das langsame Entgleiten zweier Menschen. Oder wie Soho es formuliert: „Aus Gold wird Silber“. Ein starker Satz für das Gefühl, wenn aus etwas Wertvollem etwas Kühles, fast Fremdes wird.
„Song 10“ reiht sich damit nahtlos in die bisherigen Releases von Soho Bani ein: melancholisch, stylish, und immer mit einer Prise Realität. Wer in der Vorweihnachtszeit lieber auf emotionale Ehrlichkeit statt auf künstliche Fröhlichkeit setzt, sollte sich den Track nicht entgehen lassen.
ZAH1DE - Labubu Freestyle
Freitag, 05 Dezember 2025
15:47
Uhr
Autor: Stefan
Zahide hat keinen Bock auf Small Talk – sie liefert direkt ab. Mit ihrer neuen Single „Labubu Freestyle“, die am 05. Dezember erscheint, markiert die aufstrebende Rapperin erneut ihr Revier in der deutschen Rap-Szene. Der Track kommt roh, direkt und selbstbewusst – ein Freestyle mit Ansage, bei dem jeder Beat sitzt und jede Zeile sticht. Kein Chichi, kein Filter: Zahide zelebriert Statussymbole, Designerklamotten und ihren Lifestyle – aber mit Haltung.
Musikalisch trifft moderner, bassgeladener Beat auf einnehmende Attitüde. „Labubu Freestyle“ lebt vom Momentum – und von Zahides Flow, der zwischen Luxus-Referenzen und Gegenwind-Reflexion souverän balanciert. Die Erwähnung der gehypten Labubu-Figuren ist nicht nur popkultureller Seitenhieb, sondern cleverer Zeitgeist-Move. Wer hier zuhört, bekommt mehr als nur Punchlines – hier spricht eine Künstlerin, die weiß, wo sie hinwill. Und vor allem: wie sie dort bleibt.
Denn trotz all der Glitzer-Referenzen geht es auch um Reibung. Neid, Kritik, unterschätzte Ambitionen – Zahide kennt die Schattenseiten des Erfolgs und lässt sie nicht unter den Tisch fallen. Stattdessen kontert sie mit Klartext und Haltung. „Labubu Freestyle“ ist damit mehr als ein Track – es ist ein musikalisches Selbstporträt mit starker Kante. Zahide macht klar: Sie ist gekommen, um zu bleiben – und der nächste Move ist schon in Planung.
KANE & Sido - Welt retten
Freitag, 05 Dezember 2025
15:36
Uhr
Autor: Stefan
Was passiert, wenn feinfühliger Pop auf rauen Rap trifft? Im Fall von „Welt retten“: ein Track, der überrascht, berührt und hängen bleibt. Kane und Sido liefern mit ihrer Kollaboration mehr als nur einen musikalischen Schulterschluss – sie schaffen einen Song, der nicht nur emotional auflädt, sondern auch popkulturell relevant ist. Inspiriert von Tim Bendzkos gleichnamigem Hit, wird hier keine einfache Coverversion serviert, sondern eine moderne Neuinterpretation mit Tiefgang.
Kane bringt das Gefühl, Sido den Realitätscheck – gemeinsam liefern sie einen Song, der zwischen Melancholie und Motivation pendelt. Während der Beat modern und klar produziert daherkommt, setzen beide Künstler auf ehrliche, direkte Lyrics, die in ihrer Gegensätzlichkeit erstaunlich gut harmonieren. Der eine steht für Empathie und Herz, der andere für Haltung und Kante – zusammen entsteht daraus eine Mischung, die im aktuellen Deutschrap-Kontext angenehm heraussticht.
„Welt retten“ ist mehr als nur ein Feature – es ist das emotionale Zentrum einer Albumkampagne, das mit Tiefe, Message und musikalischem Feingefühl neue Maßstäbe setzt. In einer Zeit, in der viele Kollabos wie bloßes Streaming-Futter wirken, zeigt diese Zusammenarbeit, wie stark Musik sein kann, wenn sie Haltung mit Herz verbindet. Und wer dachte, die Welt könne man an einem Tag nicht retten – der sollte zumindest mal diesen Song hören.
Marteria - MEINS!
Freitag, 05 Dezember 2025
15:04
Uhr
Autor: Stefan
Was haben der Grinch, Pablo Escobar und die Möwen aus Findet Nemo gemeinsam? Klingt nach dem Setup eines absurden Witzes – ist aber tatsächlich die Hook einer neuen Marteria-Single. Der Rapper aus Rostock droppt heute mit „MEINS!“ ein musikalisches Sammelsurium voller Popkultur-Referenzen, das sich irgendwo zwischen Kindheitserinnerungen, Internet-Memes und Netflix-Nostalgie einnistet. Produziert wurde das Ganze von den Krauts, die wieder einmal bewiesen haben, wie man einen Beat baut, der gleichermaßen im Club wie im Kopf hängen bleibt. Zwischen schwebendem Bass und doppeltem Augenzwinkern feuert Marteria Zeile um Zeile ab – mit dem lässigen Selbstbewusstsein eines Künstlers, der längst nichts mehr beweisen muss, aber trotzdem noch mal richtig Bock hat.
Seine Weltpremiere feierte der Song bei der diesjährigen 1LIVE Krone – stilecht als Teil eines Medleys, das einmal quer durch 15 Jahre Marten-Legacy führte. Von „Endboss“ über „Kids (2 Finger an den Kopf)“ bis zum brandneuen „MEINS!“ wurde nicht nur nostalgisch abgeliefert, sondern auch eindrucksvoll gezeigt, dass Marteria mehr ist als nur ein Veteran des deutschen Raps. Vielmehr ist er ein Künstler, der sich ständig neu erfindet, ohne dabei seine Wurzeln zu verlieren. Und der dabei sogar seinen eigenen Geburtstag zum Anlass nimmt, sich und seinen Fans einen musikalischen Moment zu schenken, der mehr kann als nur für ein paar Streams sorgen.
„MEINS!“ ist kein typischer Comeback-Track, sondern ein Statement: Für ein Genre, das sich ständig verändert. Für einen Künstler, der sich mit jedem Release weiterentwickelt. Und für ein Publikum, das sich in Eskobar, Chips und Kindheitshelden genauso wiederfindet wie in der Suche nach einem Stück Identität im Pop-Kosmos. Marteria zeigt, wie man Hip-Hop nicht nur zitiert, sondern weiterdenkt – mit Witz, Haltung und einem Beat, der ballert. Kein Witz. Sondern meins.
Fettes Brot - Brotstock (Live)
Mittwoch, 03 Dezember 2025
02:24
Uhr
Autor: Stefan
Fettes Brot ist Geschichte – und das mit einem Knall. Am 2. September 2023 verabschiedeten sich die drei Hamburger Rapper dort, wo sonst Pferde ihre Runden drehen: auf der Wiese am Volkspark. Rund 60.000 Menschen kamen zum „Brotstock“-Festival, um sich ein letztes Mal von der Band durch ihre Jugend begleiten zu lassen – tanzend, feiernd, weinend. Mit dabei: Die Ärzte, Kraftklub, Beginner, Tocotronic, Meute – also das Who’s Who des deutschen Musikkosmos. Und auch wenn die Sonne schien, lag da diese melancholische Schwere in der Luft. Es war kein Konzert, es war eine kollektive Abschiedsparty für eine Band, die nie zu groß für den Kiez wurde.
Vor ziemlich genau 30 Jahren fing alles an – mit einem Songtitel, der in seiner nordischen Schrulligkeit alles auf den Punkt brachte: „Nordisch by Nature“. Der plattdeutsche Ohrwurm mit Rap-Wurzeln wurde erst gefeiert, dann verbannt – per selbstverfasster Todesanzeige. Bloß kein Comedy-Stempel! Ein Schritt, der sich lohnte. Fettes Brot blieb wandlungsfähig, aber immer ehrlich – ob mit Teenie-Hymnen, Liebesdramen oder kapitalismuskritischen Grooves. Umso schöner, dass sich pünktlich zum Abschied nun nochmal die Gründungscrew von damals zusammentat: Eißfeldt, Tobi & Bo, Gaze – alle dabei für ein Update des Klassikers. Das Resultat? Ein funky Boogie-Brett, das so klingt, als hätte Helga Feddersen James Brown in der Disko gedatet. Und es knallt. Hart.
Der Song ist der erste Appetizer zum kommenden Album „Brotstock“, das pünktlich zum 1. Advent erscheint – auf Vinyl, CD und im Stream. Dazu kommt ein Konzertfilm, der das emotionale Finale auf die Bildschirme bringt. Und wer nochmal wissen will, warum diese Band „die beste der Erde“ genannt wurde, hört sich diesen 6-Minuten-Funk-Flash an. Die Botschaft ist klar: Fettes Brot gehen – aber ihr Sound bleibt. Heidi Kabel hätte es so gesagt: „Ein Evergreen.“
Cassius - Raten
Mittwoch, 03 Dezember 2025
02:09
Uhr
Autor: Stefan
Mit „Raten“ veröffentlicht der Bonner Nachwuchskünstler Cassius einen kraftvollen Solotrack, der nicht nur musikalisch überzeugt, sondern auch eine klare Botschaft sendet. Entstanden in weniger als zwei Stunden in einem Moment intensiver Frustration, ist der Song roh, direkt und authentisch. Die Emotionen sitzen tief – und genau das macht Raten so stark.
Veröffentlicht über das selbst gegründete Label Aint No Stagnation (A.N.S.), das Cassius gemeinsam mit Kons aufgebaut hat, steht der Track sinnbildlich für den inneren Antrieb, sich aus Abhängigkeiten zu befreien – sei es finanziell oder gesellschaftlich. „Raten“ ist nicht nur ein Wortspiel mit Ratenzahlung, sondern auch eine Kampfansage an all jene, die urteilen, ohne den eigenen Stillstand zu reflektieren.
Musikalisch trifft Cassius den Nerv der Zeit: ein düsterer Beat, treibender Flow und ehrliche Lyrics, die ohne Umwege ins Mark treffen. Raten ist ein Song für alle, die sich nicht kleinhalten lassen wollen – eine Hymne auf Selbstbestimmung und Weiterentwicklung.
Mit dieser Veröffentlichung beweist Cassius, dass er mehr ist als ein Newcomer – er ist ein Künstler mit Haltung, Stimme und Vision.
Zsá Zsá - dopamin high
Mittwoch, 03 Dezember 2025
01:42
Uhr
Autor: Stefan
Wenn Selbstbewusstsein, Style und Erfolgshunger aufeinanderprallen, entsteht ein Track wie „dopamin high“ – Zsá Zsás neueste Single ist ein pulsierendes Manifest für ein Leben im Dauerrausch aus Hustle, Hype und Highspeed. Gemeinsam mit Hit-Produzent Replay Okay katapultiert sie ihre Energie direkt auf die Dancefloors – zwischen neonleuchtenden Nächten, Clubs und Social-Media-Momenten.
Mit Lines wie „Ich jag nur dopamin highs und buntes Papier“ trifft sie den Nerv einer Generation, die Erfolg feiert, statt ihn zu verstecken. Kein Tiefgang um jeden Preis, sondern ein ungeschönter Blick auf die Realität zwischen Glamour und Gier. Und genau das macht die Single so kraftvoll: Sie ist ehrlich, roh und 100 % Zsá Zsá.
Die „Thirst Trap Tour“ ist ausverkauft, die Bühnen brodeln – und mit „dopamin high“ liefert sie den nächsten viralen Moment. Nach Chart-Erfolgen wie „bad bunnies“ und gefeierten Festivalauftritten zeigt Zsá Zsá erneut, dass sie gekommen ist, um zu bleiben. Nicht als Produkt – sondern als Powerfrau mit Vision.
